Bekämpfung von Selbstmord unter Jugendlichen im Zeitalter der sozialen Medien

Die Molly Rose Foundation deckt schädliche Social-Media-Inhalte auf, die mit der psychischen Gesundheit von Jugendlichen in Verbindung stehen, und fördert die Forschung und das Engagement für sicherere digitale Räume.
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Fight Against Youth Suicide in the Social Media Era blog image

Die Molly Rose Foundation (MRF) wurde von der Familie Russell und engen Freunden in Gedenken an Molly Russell gegründet, die im Alter von 14 Jahren auf tragische Weise ums Leben kam. Mollys vorzeitiger Tod, der mit Depressionen und den schädlichen Auswirkungen sozialer Medien in Verbindung gebracht wird, inspirierte die Stiftung zu ihrer Mission, Selbstmorde unter Jugendlichen zu bekämpfen. Durch gründliche Forschung und die Förderung politischer Veränderungen versucht die MRF, den schädlichen Einfluss sozialer Medien aufzudecken und sich für Maßnahmen zum Schutz junger Nutzer einzusetzen.

Die Herausforderung

Um die Verbreitung und Zugänglichkeit schädlicher Inhalte auf Social-Media-Plattformen zu bewerten, richtete die MRF ihre Forschung auf Instagram, TikTok und Pinterest. Diese Plattformen wurden daraufhin untersucht, ob sie Selbstverletzung, Selbstmordthemen und Inhalte, die Hoffnungslosigkeit perpetuieren, fördern oder ermöglichen. Mit Unterstützung von The Bright Initiative undBright Data’s Dataset Marketplace sammelte und analysierte die MRF über tausend Beiträge, die mit Hashtags im Zusammenhang mit Selbstmord und Selbstverletzung verknüpft waren. Diese Beiträge wurden systematisch anhand quantitativer und qualitativer Maßstäbe kategorisiert, um ihre Auswirkungen zu bewerten.

Die Ergebnisse

Die Studie ergab ein beunruhigendes Muster: Social-Media-Plattformen empfehlen und verstärken oft schädliche Inhalte durch Algorithmen, die darauf ausgelegt sind, die Interaktion zu maximieren. Zu den Ergebnissen gehören

  • Instagram: 48 % der Beiträge mit den meisten Interaktionen förderten oder verherrlichten Selbstmord oder Selbstverletzung.
  • TikTok: Ähnlich enthielten 49 % der Beiträge mit hoher Interaktion Themen wie Depressionen, Selbstverletzung oder Selbstmordgedanken.
  • Pinterest: Die Empfehlungsfunktion „Mehr entdecken” schlug aktiv Inhalte im Zusammenhang mit Selbstmord und Selbstverletzung vor.

Diese alarmierenden Ergebnisse unterstreichen ein systemisches Problem, bei dem Plattformalgorithmen das Engagement der Nutzer über die Sicherheit stellen und so gefährdete junge Nutzer schädlichen Inhalten aussetzen.

Die Auswirkungen und der Aufruf zum Handeln

Die Studie hat Diskussionen über die dringende Notwendigkeit strengerer Vorschriften und verbesserter digitaler Sicherheitsmaßnahmen ausgelöst. MRF und Bright Data arbeiten aktiv zusammen, um sich für politische Änderungen einzusetzen, die Social-Media-Plattformen für das Wohlergehen der Nutzer verantwortlich machen. Die Ergebnisse haben die Argumente für Transparenz bei algorithmischen Vorgängen und die Einführung von Schutzmaßnahmen zum Schutz der Nutzer, insbesondere junger Menschen, vor schädlichen Inhalten gestärkt.

Wichtige Statistiken:

  • 1.181 Beiträge: Gesammelt mit Hashtags zu Selbstverletzung und Selbstmord.
  • 48 % schädliche Inhalte: Fast die Hälfte der analysierten Beiträge auf Instagram und TikTok verherrlichte oder förderte Selbstverletzung oder Selbstmordthemen.
  • 12 % virale Reichweite: Ein erheblicher Teil der Beiträge hatte über 1 Million Likes, was ihren Einfluss auf junge Zielgruppen verstärkte.

Weiterlesen:

  • Vollständiger Bericht: Vermeidbar und doch allgegenwärtig: Die Verbreitung und Merkmale schädlicher Inhalte, einschließlich Material zu Selbstmord und Selbstverletzung, auf Instagram, TikTok und Pinterest.
  • Berichterstattung im Guardian: Einblicke in den Bericht und seine Auswirkungen.

Fazit

Indem sie die schädlichen Auswirkungen sozialer Medien aufzeigen, wollen MRF und Bright Data einen sichereren digitalen Raum für alle Nutzer schaffen und sicherstellen, dass Plattformen psychische Gesundheit und Sicherheit vor Engagement-Kennzahlen priorisieren.

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